Der endlose

Naturkalender

Was passiert wann in der Natur, dieser Kalender soll eine
keine Hilfestellung sein was ich in welchem Monat entdecken kann.

Der phänologische Kalender:
Im Rhytmus der Natur

Wir haben uns angewöhnt, das Jahr in starre Raster zu pressen. Der Kalender an der Wand diktiert den Frühling, doch die Natur pfeift auf das Datum. Sie schaut nicht auf die Uhr, sie reagiert auf Wetter, Licht und Boden.

Der phänologische Kalender, der Vergleich unserer Monate mit den 10 Jahreszeiten der Natur.

Dieser Naturkalender ist kein starres Tabellenwerk, sondern ein ewiges Logbuch. Hier geht es um das, was jetzt da draußen wirklich passiert. Während wir noch im Januarfrost frösteln, bellen in den Nächten schon die Füchse auf Brautschau. Wenn wir im Mai im Alltagstrubel stecken, verlassen die ersten Starjungen flügge das Nest.

Die Natur macht keine Pausen. Sie schreibt ihre eigenen Geschichten und folgt ihren eigenen Rhythmen, wie es der phänologische Kalender mit seinen zehn Jahreszeiten zeigt.

Klick dich durch die Monate. Schau hin, worauf du achten kannst, wenn du den Fuß vor die Tür setzt. Lass uns die Zusammenhänge wieder sehen, abseits von Beton, Hektik und künstlichen Terminen.


Die Natur erklärt sich nicht durch Wissen, sondern durch Aufmerksamkeit.

Dieser Kalender soll nicht alles erklären und wird niemals vollständig sein. Er ist eine Einladung, genauer hinzusehen. Manche Dinge wirst du sofort entdecken, andere vielleicht erst nach vielen Spaziergängen. Nimm ihn als Begleiter für das HIER & JETZT, und lass dich überraschen, was die Natur für dich bereithält.

Die Natur kennt keinen Kalender

Die Monate in diesem Kalender sind Orientierungshilfen. Die Natur hält sich nicht an feste Termine. Ein milder Winter, ein kaltes Frühjahr oder ein verregneter Sommer können vieles verschieben.

Aufmerksamkeit statt Artenkenntnis

Du musst kein Biologe sein, um Wildtiere und Pflanzen zu entdecken. Oft reicht es, genauer hinzusehen und wahrzunehmen, was um dich herum passiert.

Nicht alles zeigt sich sofort

Manche Beobachtungen gelingen beim ersten Spaziergang, andere erst nach Wochen oder Monaten. Das ist kein Misserfolg, sondern Teil der Natur.

Das Auge lernt mit der Zeit

Je öfter du draußen unterwegs bist, desto mehr wirst du entdecken. Nicht weil plötzlich mehr Tiere da sind, sondern weil dein Blick für Details geschärft wird.

Dieser Kalender wird nie vollständig sein

Die Natur lässt sich nicht in Listen einsperren. Es gibt immer etwas zu entdecken, das hier nicht erwähnt wird. Und genau das macht sie so spannend.

HIER & JETZT

Nimm diesen Kalender als Begleiter, nicht als Checkliste. Manchmal ist die schönste Beobachtung genau die, mit der du gar nicht gerechnet hast.

Kleine Notiz am Rande:


Die 12 Monate werden begleitet von Erich Kästner. Er hat 1954 den Gedichtszyklus "Die 13 Monate" geschrieben, 1955 wurden diese veröffentlicht.

Erich Kästner wurde oft als „Chronist des Alltags“ beschrieben. Als Moralist und Gebrauchslyriker. Seine Texte hielten den Menschen einen Spiegel vor, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Humor, Ironie und Scharfsinn.

Im März, geht schon voll die Post ab.

Der Anfang

Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken die Geister im Waldboden und schieben die Märzenbecher ans Licht.

Im April steigt die Geburtenrate in der Natur rasant an.

Die Geburtenrate steigt...

An den reißenden Bächen ist der Startschuss gefallen. Die Wasseramseln fliegen bereits im Dauereinsatz für ihren Nachwuchs.

Der Wonnemonat Mai, lässt die Fülle erähnen die noch kommt.

Der Wonnemonat Mai

Der Mai deckt den Tisch reichlich, aber für diesen jungen Feldhasen gilt ab jetzt: Augen auf und bloß keine Deckung aufgeben.

Junger Fuchs, unbedarft und neugierig

Der Sommer bahnt sich an...

Der Sommer beginnt und der Aktionsradius der Jungfüchse wächst, Zeit für erste, neugierige Erkundungen auf eigenen Pfoten.

Der Zenit ist erreicht, die Sommersonnwend ist vorbei und die Tage werden wieder kürzer.

Der Zenith ist erreicht...

Das Jahr hat seinen Höhepunkt überschritten und der Bock nimmt bereits die Witterung für die kommenden Hochzeitswochen auf.

Der August lässt nochmal die Puppentanzen mit dem Alpenbockkäfer auf Paarungsflug.

Der August lässt es nochmal krachen...

Im flirrenden Augustlicht zeigt er sein spektakuläres Kleid, denn sein ganzes Leben läuft auf dieses eine Ziel hinaus.

Im September wird es ruhiger, die Farben werden wärmer und die Natur kommt zur Ruhe.

Es wird ruhiger...

Das Jahr schaltet einen Gang zurück – die perfekte Zeit, um im warmen Gras noch einmal Sonne für die kalten Monate zu tanken.

Der Oktober lässt die jungen Wilden, los und die Eltern freuen sich über etwas Ruhe.

Der Wandermonat

Der Oktober lässt die jungen Wilden los und die Eltern freuen sich über etwas mehr Ruhe.

Im November bereitet sich die Natur auf ihre alljährliche Pause vor, und man sieht nur noch Spuren.

Nur noch Spuren...

Das große Versteckspiel hat begonnen, doch im weichen Schlamm bleibt der unverkennbare Fingerabdruck eines heimlichen Waldbewohners zurück.

Viel bleibt im Dezember nicht, die Natur fühlt sich an wie ausverkauft.

Viel ist nicht geblieben...

... die Natur fühlt sich an wie ausverkauft, die meisten Vögel sind weg, und alle anderen ziehen sich zurück um Energie zu sparen.

Der Januar ist ein kalter Monat, und auch die Natur schläft, zumindest überwiegend.

Kalt und leise...

... liegt er da, der Januar, die Fortsetzung des Dezembers... und dennoch arbeitet vieles daran für den Neuanfang.

Alles wartet auf die ersten warmen Tage, auf die Sonnenstrahlen die den Planeten erwärmen, auf ein Neues...

Alles wartet...

... auf die ersten Sonnenstrahlen die den Planeten erwärmen und den Startschuß geben für neues Leben

Erich Käster (1899 - 1974
Erich Käster (1899 - 1974)

Der dreizehnte Monat

Erich Kästner wurde oft als „Chronist des Alltags“ beschrieben. Als Moralist und Gebrauchslyriker. Seine Texte hielten den Menschen einen Spiegel vor, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Humor, Ironie und Scharfsinn.